Bestandsanalyse

Bestandsanalyse

Aus dem KEA Leitfaden:

“Die kommunale Wärmeplanung bezieht sich auf die gesamte Gemarkungsfläche der Kommune, was auch Gewerbe- und Industriegebiete einschließt. Für die Analyse von geografisch isolierten Teilorten bieten sich getrennte Untersuchungen zu Eignungsgebieten für Wärmenetze an. Für die Analyse kleinerer einzelner Gemeinden mit wenigen tausend Einwohnerinnen und Einwohnern bietet sich unter Umständen die direkte Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines Wärmenetzes anstelle eines kommunalen Wärmeplans an. Bilden jedoch mehrere kleinere Gemeinden einen planerischen Verbund, so lässt sich ein interkommunaler Wärmeplan, zum Beispiel auf Ebene des Landkreises, im Konvoi erstellen. Kommunen gliedern sich vielfach in eine Kernstadt mit Geschäftszentrum, umliegende Wohnbebauung und eingestreute oder am Rand angesiedelte Misch- und Gewerbegebiete. Solche verschiedenen Gebiete finden sich auch in Großstädten, teilweise sogar mehrfach über das gesamte Stadtgebiet verteilt.”

“Die Bestandsanalyse beginnt mit der Sammlung relevanter Daten zum Gebäudebestand und der Energieinfrastruktur. Im Rahmen der Stadtplanung wurden in vielen Kommunen schon entsprechende Unterlagen erstellt. Vorgeschlagen wird die Erstellung eines Inventars aus vorhandenen und noch benötigten Unterlagen. Der nächste Schritt ist die Erstellung einer aktuellen Energie- und Treibhausgas-Bilanz. Die Aufteilung erfolgt nach Sektoren und Energieträgern. Die aktuelle Bilanz bildet den Ausgangspunkt für die Bewertung der Erreichung der Klimaschutzziele bei Energieeinsparung und Treibhausgas-Minderung bis 2030 und 2050. Gemäß § 7d Absatz 2 Punkt 1 KSG BW müssen die Bilanzdaten an eine durch die Landesregierungzur Verfügung gestellte Datenbank übermittelt werden. Für die Wärmeplanung wird eine räumlich aufgelöste Darstellung des Wärmebedarfs der Gebäude benötigt. Abschnitt 3.2.3 des KEA Leitfadens erläutert geeignete Datenquellen für den Wärmebedarf und Methoden zur Verbesserung der Datenlage. Gemäß § 7e Absatz 2 KSG BW werden Kommunen ermächtigt, gebäudescharfe Daten bei Energieunternehmen und Bezirksschornsteinfegermeistern zu erheben.”