Melle2024-07-15T14:29:26+00:00

PROJEKT

DIE NACHHALTIGE ZUKUNFT IN MELLE

kommunale Wärmeplanung in Barssel

Kommunale Wärmeplanung Melle

DAS PROJEKT

Die Stadt Melle steht vor einem wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Zukunft: der kommunalen Wärmeplanung, die von greenventory in Zusammenarbeit mit ZDE durchgeführt wird. Die kommunale Wärmeplanung wird eine umsetzungsorientierte, strategische Planungsgrundlage für die Wärmewende in der Kommune bieten und gleichzeitig die relevanten lokalen Akteure für diesen Kurs gewinnen. Auf diesem Weg soll bestmöglich, unabhängig, technologieoffen und mit großer Leidenschaft für das Thema Unterstützung geboten werden. Dabei wird der Fokus auf die folgenden Aspekte gelegt:

Unabhängig und zukunftsorientiert: Im Auftrag der Stadt Melle wird greenventory technologieoffen und unabhängig die verschiedenen Optionen prüfen und dabei auch innovative Lösungen berücksichtigen. Unsere umfangreichen Erfahrungen aus der kommunalen Wärmeplanung in mehr als 125 Kommunen fließen in dieses Projekt ein.

Umsetzungsorientiert: Es ist uns wichtig, dass technisch und wirtschaftlich realisierbare Maßnahmen entwickelt werden, die auch zukünftige Marktpreise und kommunale Entwicklungen wie Neubaugebiete und Quartierssanierungen berücksichtigen.

Partizipativ und digital: Der Einbezug aller wichtigen kommunalen Akteure, der Energieversorger und Netzbetreiber, der Betriebe und vor allem auch der Bürger vor Ort mithilfe digitaler Ansätze ist die Grundlage für Akzeptanz und tragfähige Lösungen und fester Bestandteil der Wärmeplanung. Wir werden bei der Wärmeplanung einen besonderen Schwerpunkt darauf legen, dass der Wärmeplan der stakeholderübergreifenden Verständigung und gemeinsamen Zielentwicklung dient.

Integrierter Aspekt: Unter Nutzung großer Synergien zur kommunalen Wärmeplanung besteht die Möglichkeit unter Berücksichtigung des Energiebedarfs im Strom- und Mobilitätssektor (optional) eine sektorübergreifende Dekarbonisierungsstrategie bis 2040 zu entwickeln.

BESONDERHEITEN

Eine nachhaltige Wärmeversorgung

Das integrierte Klimaschutzkonzept hat kürzlich gezeigt, dass der Ausbau erneuerbarer Energien und die Wärmeversorgung ohne fossile Energieträger besonders relevant für die Erreichung der Treibhausgasneutralität sind. Somit ist die Wärmeplanung eine der wichtigsten Maßnahmen im integrierten Klimaschutzkonzept (iKSK) von Melle.

Das Klimaschutzkonzept zeigt auf, in welchen Bereichen der Energiebedarf in Melle liegt und in welchen Dimensionen Treibhausgase emittiert werden. Bemerkenswert ist der hohe Anteil fossiler Energieträger sowohl bei der Mobilität als auch im Gebäudebereich. Im Jahr 2020 wurde der Wärmebedarf in Melle nur zu 11 % aus erneuerbaren Energien gedeckt, wobei hauptsächlich Erdgas und Erdöl zum Einsatz kamen. Daher ist die Maßnahme „kommunale Wärmeplanung“ besonders wichtig, um das Ziel von 0 % fossil erzeugter Wärme bis 2040 zu erreichen.

Das Klimaschutzkonzept zeigt außerdem, dass Melle über große Potenziale zur Minderung von Treibhausgasen verfügt, insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien mit Windkraft- und PV-Anlagen – sowohl auf Dächern als auch als Freiflächenanlagen. Es ist entscheidend, erneuerbare Energieanlagen schnell auszubauen und das Potenzial voll auszuschöpfen, um das Ziel der Klimaneutralität in Melle zu erreichen.

Digitaler Wärmeplan mit greenventory

UNSERE PARTNER

Kooperation mit ZDE

Im Rahmen dieses zukunftsweisenden Projekts arbeiten wir eng mit dem Zentrum für Digitale Entwicklung (ZDE) zusammen, um die kommunale Wärmeplanung in Melle voranzutreiben. ZDE bringt seine umfangreiche Expertise in der Gestaltung von Beteiligungsprozessen ein, sodass die Stimmen der Meller Akteure und Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Planung einfließen können. Dadurch wird sichergestellt, dass die entwickelten Strategien und Maßnahmen nicht nur technisch fundiert, sondern auch auf die spezifischen sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Gemeinschaft abgestimmt sind. Die Partnerschaft mit ZDE ermöglicht eine umfassende und integrative Herangehensweise zur Bewältigung der Herausforderungen in der kommunalen Wärmeplanung.

ÜBER DIE STADT

Geografische und Strukturelle Übersicht der Stadt Melle

Die Stadt Melle ist die größte Stadt im Landkreis Osnabrück und liegt direkt an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. In der Nähe befinden sich die Großstädte Bremen im Norden, Hannover im Osten, Bielefeld im Süden und Münster im Südwesten. Melle grenzt an die Gemeinden Bad Essen im Norden, Bünde im Osten, Borgholzhausen im Süden und Bissendorf im Westen. Geografisch liegt Melle zwischen dem Wiehengebirge im Norden und dem Teutoburger Wald im Süden. Die Gemeinde besteht aus acht Stadtteilen: Melle-Mitte, Buer, Bruchmühlen, Gesmold, Neuenkirchen, Oldendorf, Riemsloh und Wellingholzhausen. Melle umfasst insgesamt etwa 25.395 Hektar, davon sind 2.676 Hektar Siedlungsfläche, 1.419 Hektar Verkehrsfläche, 21.031 Hektar Vegetationsfläche und 269 Hektar Wasserfläche. Die etwa 48.500 Einwohner von Melle bewohnen rund 12.631 Wohngebäude, darunter 8.148 Einfamilienhäuser, 3.273 Zweifamilienhäuser und 1.201 Mehrfamilienhäuser. Die Gesamtwohnfläche der Stadt beträgt etwa 2.330,70 Quadratmeter.

Politische Führung und Umweltengagement

Seit 2021 ist Jutta Dettmann Bürgermeisterin der Stadt Melle und hat die Nachfolge von Reinhard Scholz angetreten. Für umweltrelevante Themen hat die Stadt das Umweltbüro eingerichtet, in dem inzwischen zwei Klimaschutzmanager tätig sind. Melle engagiert sich bereits seit mehreren Jahren intensiv für den Klimaschutz. So wurde beispielsweise bereits 2011 das „Handlungskonzept kommunaler Klimaschutz Stadt Melle” erstellt, das den Energiebedarf und den Energiemix der Stadt beschreibt, eine CO2-Bilanzierung sowie eine Potenzialanalyse enthält und verschiedene Energieszenarien aufzeigt. Ganz aktuell hat die Stadt ein integrierten Klimaschutzkonzept erarbeitet, das auch einen Fokus auf erneuerbare Energien legt. Im Landkreis Osnabrück wurden bereits Studien und Projekte zur Wärmeversorgung durchgeführt, wie die „Wärmewende in der kommunalen Energieversorgung“, das „Regionale Wärmekataster Industrie“ und das „Planungsportal Industrielle Abwärme für den Landkreis Osnabrück“.

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung gilt es, bereits erhobene Daten zu sammeln und zu prüfen und im Verlauf des Projekts einzubeziehen. Zudem ist es notwendig, sich mittels aktueller fundierter Datenerhebungen – z.B. bei Energieversorgern, Schornsteinfegern und Unternehmen – eine klare Vorstellung über die Ausgangssituation zu verschaffen.

Wirtschaftsstandort

Melle zeichnet sich durch eine starke Präsenz der Holz- und Metallverarbeitung aus, wobei einige Unternehmen in diesen Branchen energieintensiv arbeiten. Ergänzt wird dieser Branchenmix durch die Nahrungsmittel-, Gummi- und Kunststoffverarbeitung, die zu einer gesunden Wirtschaftsstruktur der Stadt beitragen. Dank seiner Lage entlang der A30 hat sich Melle auch zunehmend zu einem wichtigen Logistikstandort entwickelt. Zu den größten ansässigen Unternehmen zählen die ASSMANN BÜROMÖBEL GMBH & CO. KG, ein deutscher Hersteller von Büromöbeln mit einem Umsatz von etwa 132 Millionen Euro und rund 385 Mitarbeitern, die melfinanz Vermittlungs GmbH, ein deutsches Automobilhandelsunternehmen mit einem Umsatz von etwa 130,5 Millionen Euro und 269 Mitarbeitern, sowie die Solarlux GmbH, ein Hersteller von Falt-Schiebe-Systemen aus Aluminium und Holz mit einem Umsatz von etwa 106,04 Millionen Euro und 591 Mitarbeitern. Viele lokale Unternehmen streben die Nutzung regenerativer Energiequellen oder eine CO2-neutrale Produktion an, was positive Impulse und Synergien für die Energiewende vor Ort bietet.

Energieversorgung

In Melle gibt es mehrere Biogasanlagen, Mikrogasnetze, Kraft-Wärme-Kopplung und Nahwärmenetze. Größter Energieversorger der Stadt ist Westenergie. Da die Wärmeplanung als übergeordnetes und strategisches Planungsinstrument insbesondere für die Netzinfrastruktur von großer Bedeutung ist, sollten die Perspektiven der verschiedenen relevanten Akteure eng in den Projektverlauf eingebunden werden. Ein weiterer wichtiger Transformationspartner, der in den Projektverlauf einbezogen werden soll, ist die Hochschule Osnabrück mit ihrer Expertise im Bereich Energieversorgung und Wärmekatastern.

Ziele des gemeinsamen Projektes

Klimaschutz: Die Stadt Melle strebt an, die Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren und Klimaneutralität zu erreichen, wobei ein Schwerpunkt auf der kommunalen Wärmeplanung und dem Ausbau erneuerbarer Energien liegt.

Energieeffizienz: Es sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in den Bereichen Gebäude und Mobilität umgesetzt werden.

Förderung erneuerbarer Energien: Der Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen, sowohl auf Dächern als auch als Freiflächenanlagen, wird angestrebt, um den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen.

Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Die Erhaltung eines ausgewogenen Branchenmixes und die Förderung einer CO2-neutralen Produktion in Melle sind zentrale wirtschaftliche Ziele.

Partizipation: Der Einbezug und die Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren, Bürgern und Unternehmen sollen sicherstellen, dass die Wärmewende in Melle breit getragen und unterstützt wird.

Presseartikel2024-06-21T11:37:25+00:00
Dokumente und Web-Links2023-12-07T13:57:32+00:00

Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung gilt es, bereits erhobene Daten zu sammeln und zu prüfen und im Verlauf des Projekts einzubeziehen. Zudem ist es notwendig, sich mittels aktueller fundierter Datenerhebungen – z.B. bei Energieversorgern, Schornsteinfegern und Unternehmen – eine klare Vorstellung über die Ausgangssituation zu verschaffen.

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