

DAS PROJEKT
Kommunaler Wärmeplan in Kirkel
Die Gemeinde Kirkel zählt etwa 10.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von rund 31 Quadratkilometern. Sie setzt sich aus den drei Ortsteilen Limbach, Altstadt und Kirkel-Neuhäusel zusammen. Aufgrund dieser räumlichen und strukturellen Vielfalt ergeben sich unterschiedliche Anforderungen für eine umweltgerechte Wärmeversorgung.
Derzeit wird ein erheblicher Teil der Wärme in Kirkel noch durch fossile Energieträger wie Erdgas und Heizöl bereitgestellt. Steigende Energiepreise sowie der dringende Bedarf, den CO₂-Ausstoß zu verringern, machen deutlich, dass Maßnahmen für eine nachhaltige und zukunftssichere Wärmeversorgung notwendig sind.
DAS ZIEL
Eine klimaneutrale Wärmeversorgung der Kommune
Durch die gesetzlich verankerte Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung bis zum Jahr 2028 bietet sich für Kirkel die Chance, die zukünftige Wärmeversorgung gezielt und strategisch neu auszurichten. Im Mittelpunkt steht das Ziel, eine langfristige, wirtschaftlich tragfähige und klimafreundliche Lösung zu entwickeln – unter Einbeziehung regionaler Potenziale und unter Berücksichtigung der spezifischen Strukturen in den einzelnen Ortsteilen.
In enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren kann Kirkel so den Grundstein für eine verlässliche, bezahlbare und nachhaltige Wärmeversorgung legen, die den Anforderungen der kommenden Jahrzehnte gerecht wird.
Im Ortsteil Kirkel-Neuhäusel läuft derzeit eine Umfrage zum Interesse an einer Nahwärmeversorgung (zur Umfrage). Sie dient als erster Schritt, um die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erfassen und eine bedarfsgerechte Planung zu ermöglichen.


STRATEGISCHE PLANUNG
Für eine klimaneutrale Zukunft
Die kommunale Wärmeplanung soll eine solide Grundlage für zukünftige Entscheidungen schaffen, um die Wärmeversorgung in den Ortsteilen Limbach, Altstadt und Kirkel-Neuhäusel langfristig zu dekarbonisieren. Ziel ist es, öffentliche und private Investitionen in die Wärmeinfrastruktur durch erhöhte Planungssicherheit zu unterstützen.
Dabei bietet die Wärmeplanung eine klare Orientierung, welche Versorgungsformen – leitungsgebunden oder dezentral – in den jeweiligen Bereichen vorrangig geeignet sind und auf welchen klimaneutralen Energieträgern sie basieren können. Sie zeigt auf, wie die Wärmewende in Kirkel wirtschaftlich tragfähig und möglichst kosteneffizient realisiert werden kann.
Ein besonderer Fokus liegt auf den unterschiedlichen Anforderungen der Ortsteile, aus denen ein gemeinsames, klimafreundliches Gesamtkonzept entwickelt wird. Ergänzend könnten interkommunale Kooperationen, etwa bei der Nutzung großer erneuerbarer Wärmequellen oder industrieller Abwärme, zusätzliche Synergien schaffen. Ebenso wichtig ist die Betrachtung von Maßnahmen zur Senkung des Wärmebedarfs im Rahmen der Gesamtstrategie.
UNSER PARTNER
Zusammenarbeit mit KEW & GWK
Die kommunale Wärmeplanung wird gemeinsam von der Gemeinde Kirkel, der KEW AG und den Gemeindewerken Kirkel (GWK) durchgeführt, um die jeweiligen Stärken zu bündeln und eine passgenaue, zukunftsfähige Lösung für die Region zu entwickeln.
Die KEW AG Neunkirchen steht als regionaler Energieversorger im Saarland für Kompetenz und Verlässlichkeit auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energiezukunft. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Versorgung von Kommunen, Unternehmen und Privathaushalten mit Strom, Gas und Wärme bringt sie wertvolles technisches Fachwissen sowie eine starke regionale Verankerung in das Projekt ein.
Im Zuge der kommunalen Wärmeplanung in Kirkel unterstützen die KEW AG und die Gemeindewerke Kirkel (GWK) die Gemeinde aktiv – von der Datenerhebung über den fachlichen Dialog bis hin zur Entwicklung praxistauglicher Lösungen für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Beide Partner verfügen über fundierte Ortskenntnisse, bringen ihre jeweilige Expertise ein und leisten so gemeinsam einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der entwickelten Strategien.


- Saarbrücker Zeitung: Kirkel arbeitet an der Wärmewende: Was das für Bürger bedeutet
- Burggemeinde Kirkel: Kommunale Wärmeplanung für Kirkel
- Auf dieser Seite finden Sie weitere Informationen zur Wärmewende und Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung im Saarland.
- FAQ | Häufig gestellte Fragen Hilfestellung für Gemeinden und Bürger
Bei der kommunalen Wärmeplanung sind wir auf die Bereitstellung der relevanten Energiedaten von Energieversorger, Bezirksschornsteinfeger, Industrie/Gewerbe sowie der Kommune angewiesen. Sie gehören zu einer der Zielgruppen und möchten gerne Daten übermitteln? Dies gelingt einfach über unsere Datenbereitstellungsseite:

