Was ist die kommunale Wärmeplanung?

In Deutschland existieren über 21 Millionen Wohngebäude sowie Gebäude, die von Unternehmen in der Industrie und im Dienstleistungssektor genutzt werden. Allein der Energbiebedarf für die Wärme liegt laut DENA bei über 870 Terrawattstunden. Daher kann die Energiewende nur gelingen, wenn neben dem Stromsektor auch der Wärmesektor dekarbonisiert wird. Ein kommunaler Wärmeplan bildet die Grundlage, um einen klimaneutralen Gebäudesektor zu erreichen. In Baden-Württemberg ist dieser durch das Klimaschutzgesetz bereits für Stadtkreise und große Kreisstädte verpflichtend. Kleinere Kommunen können freiwillig eine kommunale Wärmeplanung umsetzen und hierfür Fördermittel beantragen. Inzwischen haben andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz hier ebenso nachgezogen und ein Klimaschutzgesetz eingeführt, dass die Kommunen und Städte zur karbonfreien Wärmeplanung verpflichtet.

Die kommunale Wärmeplanung umfasst eine intensive Analyse des Status quo sowie der vorhandenen Potenziale zur Wärmeversorgung mittels erneuerbarer Energien. Diese hilft den Kommunen, ein Szenario sowie einen konkreten Fahrplan für eine klimaneutrale Wärmeversorgung im Zieljahr 2040 mit Zwischenzielen für 2030 zu erstellen und alle Akteure bei individuellen Investitionsentscheidungen zu unterstützen.

Bestandsanalyse

Im ersten Schritt geht es darum, den aktuellen energetischen Status des Bestandes zu erfassen. Hierzu wird eine Energie- und Treibhausgasbilanz der Kommune erstellt. Denn nur, wer den aktuellen Zustand kennt, kann entscheiden, wo Handlungsbedarf besteht. Neben den reinen Energiedaten ist es besonders wichtig, weitere geplante Maßnahmen wie Neubaugebiete oder Ausbauarbeiten an der bestehenden Infrastruktur zu erfassen.

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Potenzialanalyse

In diesem Schritt analysieren wir die Potenziale für Abwärmenutzung und Nutzung von erneuerbaren Energieträgern gebietsscharf. Dies umfasst unter anderem:

  • Solarthermie und Photovoltaik
  • Umweltwärme
  • Geothermale Wärme in unterschiedlichen Tiefen
  • Biomasse und -gase
  • Abwärme aus Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Abwasser
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Wärmewendestrategie

Erstellung des Zielszenarios

Jetzt ist es an der Zeit, das Szenario einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu entwicken. Dieses stellen wir dart, diskutierten es mit allen zentralen Stakeholdern und verbessern es gemeinsam. Zunächst bildet man dafür die Versorgungsstruktur räumlich aufgelöst ab, um im nächsten Schritt folgende Fragen zu beantworten:

  • Wo wird wie viel Wärme gebraucht?
  • Wie und wo kann die Wärme klimaneutral erzeugt werden?
  • Welche Anpassungen werden hierzu benötigt?
Lesen Sie mehr über die Erstellung des Zielszenarios

Wärmewendestrategie

Die kommunale Wärmeplanung verfolgt das Ziel, die Wärmewende in der erfolgreichen Umsetzung zu beschleunigen. Darum erarbeiten die Verantwortlichen mit unserer Unterstützung im letzten Schritt konkrete Maßnahmen zur Erreichung des Zielszenarios aus. Sie definieren Umsetzungsprioritäten und stellen einen konkreten Zeitplan auf. Die Wärmewendestrategie bildet die Schnittstelle zwischen der Wärmeplanerstellung und der tatsächlichen Umsetzung einzelner Projekte. Unser Ziel ist die Benennung von mindestens fünf kurzfristigen Projekten, die in den ersten fünf Jahren durchgeführt werden können und sollen, sowie das Festlegen von Zwischenzielen bis zum Jahr 2030, um so konkret den Weg zur Klimaneutralität zu beschreiten.

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Bestandsanalyse Wärmenetz

Bestandsanalyse

Im ersten Schritt geht es darum, den aktuellen energetischen Status quo des Bestandes zu erfassen. Hierzu wird eine Energie- und Treibhausgasbilanz der Kommune erstellt.

Denn nur wer den aktuellen Zustand kennt, kann entscheiden, wo Handlungsbedarf besteht. Neben den reinen Energiedaten ist es besonders wichtig, weitere geplante Maßnahmen wie Neubaugebiete oder Ausbauarbeiten an der bestehenden Infrastruktur zu erfassen.

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Potenzialanalyse

Potenzialanalyse

In diesem Schritt werden die Potenziale für Abwärmenutzung und Nutzung von erneuerbaren Energieträgern gebietsscharf analysiert. Dies umfasst unter anderem:

  • Solarthermie und PV
  • Umweltwärme
  • Geothermale Wärme in unterschiedlichen Tiefen
  • Biomasse und -gase
  • Abwärme aus Industrie, GHD und Abwasser
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Zielsetzung Wärmeplanung

Erstellung des Zielszenarios

Jetzt ist es an der Zeit, das Szenario einer klimaneutralen Wärmeversorgung zu entwicken. Dieses wird dargestellt, diskutiert und gemeinsam mit allen wichtigen Stakeholdern verbessert. Zunächst wird dafür die Versorgungsstruktur räumlich aufgelöst abgebildet und dann folgende Fragen beantwortet:

  • Wo wird wie viel Wärme gebraucht?
  • Wie und wo kann die Wärme klimaneutral erzeugt werden?
  • Welche Anpassungen werden hierzu benötigt?
Lesen Sie mehr über die Erstellung des Zielszenarios
Wärmewendestrategie

Wärmewendestrategie

Die kommunale Wärmeplanung verfolgt das Ziel, die Wärmewende tatsächlich in die Umsetzung zu bringen. Darum werden im letzten Schritt konkrete Maßnahmen zur Erreichung des Zielszenarios ausgearbeitet, Umsetzungsprioritäten definiert und ein konkreter Zeitplan aufgestellt. Die Wärmewendestrategie bildet die Schnittstelle zwischen der Wärmeplanerstellung und der tatsächlichen Umsetzung einzelner Projekte. Unser Ziel ist die Benennung von mindestens fünf kurzfristigen Projekten, die in den ersten fünf Jahren durchgeführt werden können und sollen, sowie die Festlegung von Zwischenzielen bis zum Jahr 2030, um so konkret den Weg zur Klimaneutralität zu beschreiten.

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Darauf kommt es an:

Die Wärmeplanung ist ein wichtiges und anspruchsvolles Vorhaben. Achten Sie bei der Planung, Durchführung und Auswahl Ihres Partners auf folgende Punkte:

  • Eine gute, transparente Kommunikationsbasis
  • Klare, nachvollziehbare Zielsetzungen
  • Kompetenz und Erfahrung im Bereich Energie und der Datenerhebung
  • Begeisterung für die Energiewende

Fragen?

Sie suchen Ansprechpartner, Partner oder Dienstleister für die Wärmeplanung in Ihrer Kommune? Sprechen Sie uns an, wir haben ein Netzwerk an kompententen Partnern!